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Themennachmittag des Netzwerks MS Multi Mat

Am 22.01.2018 am LZH haben wir zusammen mit der Laser-Mikrotechnologie Dr. Kieburg GmbH einen Themennachmittag durchgeführt.

Am 22.01.2018 lud das Laser Zentrum Hannover zu einem Themennachmittag in ihre Forschungseinrichtung nach Hannover ein. Das Thema der Veranstaltung war „Lasermikrobearbeitung und additive Fertigung für Multimaterialbauteile“. Thematisch hierzu passend wurde das LZH durch einen Vortrag von der Firma Laser-Mikrotechnologie Dr. Kieburg, einen weiteren Netzwerkpartner von MS Multi Mat, unterstützt. Nach einer kurzen Begrüßung wurde zunächst kurz das LZH mitsamt seinen Fachabteilungen und Forschungsschwerpunkten vorgestellt. Auf die beiden Fachabteilungen „Lasermikrobearbeitung“ und „Additive Fertigung – Polymere und Multimaterialien“, die der Produktions- und Systemtechnik zugeordnet sind, wurde mit eigenen Vorträgen noch genauer eingegangen. Neben diesen Themen beschäftigt sich das LZH ebenfalls mit Laserkomponenten, der Laserentwicklung, der industriellen und biomedizinischen Optik sowie der Werkstoff- und Prozesstechnik, um die Geschäftsfelder Additive Fertigungsverfahren, Medizintechnik und Weltraumtechnik voranzutreiben.

Im Anschluss stellte Herr Dr. Kieburg seine Firma Laser-Mikrotechnolgie Dr. Kieburg GmbH und deren Kompetenz für lasertechnologische Spezialausrüstungen vor. Nach einer Einführung in die Historie zeigte Herr Dr. Kieburg anschaulich verschiedenste Applikationen mit der jeweiligen Anlagenlösung. Hierunter fallen das Beschriften, Schweißen und Schneiden von verschiedensten Materialien, wobei entweder die Bauteilgröße oder die Positionierung des Laserstrahls im Mikrometerbereich liegt. Daraufhin stellte die Fachabteilung „Lasermikrobearbeitung“ des LZH eine neue Methode zur Lasermikrostrukturierung von Dünnschicht-Dehnungssensoren auf Bauteiloberflächen vor, die eine anregende Diskussion über das Thema anstieß. Im letzten Beitrag der Vortragsreihe stellte das LZH seine Arbeiten im Bereich der Additiven Fertigung von Multimaterialbauteilen vor. Hierbei kann der Multimaterialgedanke durch den Einsatz verschiedener Materialien, der Beimischung von Partikeln oder dem Schaffen von Gradienten umgesetzt werden. Bemerkenswert ist die enorme Geometriefreiheit, die durch diese Verfahren geschaffen wird.

Nach einem vom LZH bereitgestellten leckeren Mittagsimbiss, bei dem die begonnen Diskussionen weitergeführt und neue Kontakte geknüpft wurden, fand eine Führung durch die zuvor vorgestellten Bereiche Additive Fertigung, Materialbearbeitung und Ultrakurzpulslaser statt. Im Bereich der Additiven Fertigung wurden neben der Mikrostereolithographie, das Aerosol-Jet-Verfahren, sowie die Pulverbettverfahren als auch das Laserauftragsschweißen gezeigt. Im Bereich der Materialbearbeitung wurde das Schneiden und schichtweise Abtragen von Kohlenstofffaserverbunden vorgestellt und im Labor der Ultrakurzpulslaser wurden die Funktionsweise der selbigen sowie die Herstellung der Dünnschichtsensoren erläutert.

Im Anschluss an die gelungene Führung kamen die Teilnehmer auf der Grundlage der gesammelten Eindrücke zu einer Diskussion möglicher Projektideen zusammen. Der positive Dialog unterschiedlicher Problemstellungen führte zu einigen vielversprechenden Projektideen, die nun in kleineren Gruppen weiter spezifiziert werden sollen.

Wir bedanken uns herzlichst beim LZH, im Besonderen bei Herrn Koch, für die Einladung und Organisation und bei Herrn Dr. Kieburg für den interessanten Beitrag.